Die Sprungarten, die Sprungprogramme und die Wertung der Kampfrichter

 


Die sechs Sprungarten (Sprunggruppen):

 

1.     VorwärtssprüngeBlickrichtung zum Wasser, Absprung vorwärts, Saltodrehung vorwärts;

 

2.      RückwärtssprüngeAbsprung aus dem Stand mit dem Rücken zum Wasser, Absprung rückwärts, Saltodrehung rückwärts;

 

3.     Auerbachsprünge:  Blickrichtung zum Wasser, Saltodrehung rückwärts;

 

4.     Delfinsprünge:  Absprung aus dem Stand mit dem Rücken zum Wasser, Saltodrehung nach vorne in Richtung Brett;

 

5.     Schraubensprünge:  Drehungen um die Längsachse in Kombination mit allen vier vorher erläuterten Salti-Arten;

 

6.     Handstandsprünge:  nur beim Turmspringen, Ausgangsstellung und Drehrichtung vorwärts und rückwärts möglich.

 

Die Internationalen FINA-Sprungprogramme der A- und B-Jugend:

 

Die vom Weltverband FINA international festgelegten Sprungprogramme der A- und B-Jugendlichen umfassen in den Einzeldisziplinen vom 1m- und 3m-Brett sowie vom Turm jeweils einen Kürsprung weniger als die DSV-Sprungprogramme in Deutschland.

 

In der B-Jugend springen die Mädchen und die Jungen vom 1m- und 3m-Brett sowie vom Turm jeweils das gleiche Programm:

 

1m             5 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG * von maximal 9,0;

3 Kürsprünge ohne Limit;

 

3m             5 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG von maximal 9,5;

3 Kürsprünge ohne Limit;

 

Turm          4 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG von maximal 7,6;

3 Kürsprünge ohne Limit;

 

In den Einzeldisziplinen der A-Jugend unterscheiden sich die Sprungprogramme der Mädchen und der Jungen im Kürbereich: die Jungen absolvieren in allen Disziplinen einen Kürsprung mehr als die Mädchen:

 

1m weibl.   5 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG * von maximal 9,0;

4 Kürsprünge ohne Limit;

 

1m männl. 5 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG von maximal 9,0;

5 Kürsprünge ohne Limit;

 

3m weibl.   5 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG von maximal 9,5;

4 Kürsprünge ohne Limit;

 

3m männl. 5 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG von maximal 9,5;

 

5 Kürsprünge ohne Limit;

 

Turm weibl.         4 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG von maximal 7,6;

4 Kürsprünge ohne Limit;

 

Turm männl.        4 Pflichtsprünge mit einem Gesamt-SKG von maximal 7,6;

5 Kürsprünge ohne Limit;

 

Synchron    2 Pflichtsprünge mit festgesetztem Schwierigkeitsgrad von je 2,0;

                   3 Kürsprünge ohne Limit.

 

In diesen fünf Sprüngen müssen enthalten sein: ein Sprung, bei dem ein Springer vorwärts und ein Springer rückwärts abspringt, ein Sprung, bei dem beide Springer vorwärts abspringen und ein Sprung, bei dem beide Springer rückwärts abspringen (Drehrichtung beliebig).

 

Das Kampfgericht und die Noten

 

Das Kampfgericht besteht aus einem Schiedsrichter und fünf Sprungrichtern in den Einzelwettkämpfen sowie neun Sprungrichtern beim Synchronspringen. Die Sprungrichter erteilen in Abstufungen von einem halben Punkt Noten von 0 bis 10:

 

vollständig verfehlter Sprung               0    Punkte

ungenügender Sprung         0,5 - 2,0  Punkte

mangelhafter Sprung                    2,5 - 4,5  Punkte

zufriedenstellender Sprung            5,0 - 6,0  Punkte

guter Sprung                                6,5 - 8,0  Punkte

sehr guter Sprung               8,5 -  10  Punkte

 

Der Sprungrichter beurteilt nur die Ausführung des Sprunges, also den Anlauf, den Absprung, die Technik, Haltung und Eleganz sowie das Eintauchen. Die Schwierigkeit eines Sprunges darf von den Sprungrichtern nicht berücksichtigt werden.

 

Die Entstehung der Note

 

Die Noten der Sprungrichter werden notiert. Die höchste und niedrigste Note wird gestrichen. Die Summe der restlichen Noten wird mit dem Schwierigkeitsgrad des Sprungs multipliziert.

 

Die Wertung im Synchronspringen

 

Neun Kampfrichter bewerten die Sprünge der Synchronpaare. Zwei Kampfrichter bewerten die Ausführung des Springers A, zwei die Ausführung des Springers B.  Von  diesen  4 Wertungen

wird die höchste und die niedrigste gestrichen. 5 weitere Kampfrichter bewerten die Synchronität der Springer. Davon wird ebenfalls die höchste und die niedrigste Wertung gestrichen. Die Summe der verbleibenden 5 Wertungen wird mit 3/5 und mit dem Schwierigkeitsgrad multipliziert.

 

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* SKG  =  Schwierigkeitsgrad