SV Neptun Deutscher Mannschaftsmeister!

- Pawel Rozenberg gewinnt DSV-Kürpokal vom 3m-Brett -

Bereits im letzten Jahr hatte man beim SV Neptun Aachen auf den Sieg des Männerteams bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften gehofft, den Dresdnern dann aber um 85 Punkte den Vortritt lassen müssen. Diesmal ging das Westhallen-Team in Berlin als klarer Favorit ins Rennen – und wurde seiner Rolle voll gerecht.

Nahezu fehlerfrei sprangen Stefan Ulrich und Pawel Rozenberg vom 3m-Brett, setzten mit den Plätzen 1 und 2 ein deutliches Ausrufezeichen und schickten Philipp Becker und Pascal Skibba mit einem satten 290 Punkte-Vorsprung vor den Hauptkonkurrenten aus Berlin in den Turmwettkampf. „Unsere beiden Deutschen Jugendmeister im Synchronspringen hätten das Polster aber nicht einmal benötigt“, stellte ihr Trainer Andreas Becker zufrieden fest. Mit soliden Serien vergrößerten sie den Vorsprung noch einmal auf über 300 Punkte und sicherten dem SV Neptun den ersten DMM-Titel.

Damit eröffnete sich für die Aachener durch eine gute Leistung des sehr jungen Frauenteams auch die Chance zum Sieg in der Gesamtwertung. Und die B-Jugendlichen Uschi Freitag, Kristina Schindler und Katharina Beller lösten ihre Aufgabe prächtig. Vom 3m-Brett platzierten sich Freitag als Dritte und Schindler als Fünfte zwischen den erwachsenen Springerinnen und verloren nur 12 Punkte auf die hoch favorisierten Berlinerinnen.

Da Silvia Gilleßen als Neptun-Turmspezialistin wegen Verletzung nicht antreten konnte, musste Katharina Beller in die Bresche springen. Gemeinsam mit Kristina Schindler zog sich die vom Leistungsturnen zum Wasserspringen gewechselte Neu-Aachenerin jedoch achtbar aus der Affäre. Zwar büßten die Neptun-Küken 130 Punkte auf die Berliner Turm-Asse ein, doch der verbliebene 160 Punkte-Vorsprung brachte den ersten Aachener Gesamtsieg bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften nie in Gefahr. Und auch in der Frauen-Wertung sicherten sie damit dem Neptun-Team hinter Berlin und Halle einen Platz auf dem Siegertreppchen.

„Damit war der Erfolgshunger unserer Springer in Berlin aber noch keineswegs gestillt, denn am nächsten Tag schlugen sie auch im DSV-Kürpokal kräftig zu“, strahlte Trainer Boris Rozenberg. Allen voran sein Sohn Pawel. Nach seinem deutlichen Halbfinal-Sieg ließ der auch im Finale nichts anbrennen und holte sich nach den beiden DM-Titeln vom Einer nun zum Jahresabschluss auch den 3m-Kürpokal. Dem wollten Uschi Freitag (3m-Brett) sowie Kristina Schindler und Philipp Becker (jeweils Turm) nicht nachstehen. Mit zum Teil deutlichen Steigerungen in den Finals eroberten die drei jeweils Platz drei. „Berlin war ein sehr guter Abschluss einer hervorragenden Leistungsbilanz 2004 unseres Bundesstützpunkts. Und die wollen wir im nächsten Jahr noch steigern“, schaute Trainer Alex Neufeld zufrieden zurück und optimistisch nach vorn.

Hans Alt-Küpers

 

 
Die Deutschen Mannschaftsmeister 2004 (v.l.):
Stefan Ulrich, Philipp Becker, Pawel Rozenberg, Pascal Skibba, Uschi Freitag, Katharina Beller und Kristina Schindler.

 

 

Vom 3m-Brett gewann Pawel Rozenberg den DSV-Kürpokal 2004 vor Frank Sander (l.) und Patrick Hausding (r.).

 

Ergebnisse DMM 2004 [ausführlichere Ergebnisse]

Männer

1. SV Neptun Aachen (Stefan Ulrich, Pawel Rozenberg, Pascal Skibba, Philipp Becker) 1402,95;  2. Berliner TSC 1100,60;  3. Höchster SV 956,10.

Frauen

1. Berliner TSC 990,65;  2. SV Halle 882,90;  3. SV Neptun Aachen (Uschi Freitag, Kristina Schindler, Katharina Beller) 847,05.

Gesamtmannschaft

1. SV Neptun Aachen 2250,00;  2. Berliner TSC 2091,25;  3. Höchster SV 1.592,20.

Ergebnisse DSV-Kürpokal 2004

3m Männer

1. Pawel Rozenberg (Aachen) 398,65;  2. Frank Sander (Rostock) 388,30;  3. Patrick Hausding (Berlin) 370,35.

Turm Männer

1. Tony Adam (Dresden) 442,20;  2. Florian Fandler (Halle) 309,25;  3. Philipp Becker (Aachen) 307,10.

3m Frauen

1. Anna Kieß (Berlin) 296,20;  2. Katja Dieckow (Halle) 281,40;  3. Uschi Freitag (Aachen) 247,85.

Turm Frauen

1. Anna Kieß 285,15;  2. Jeanette Faust (Halle) 257,50;  3. Kristina Schindler (Aachen) 247,60.