Offene DM in Rostock:

Bei Norman Becker platzte der Knoten

Mit einer ordentlichen Medaillenbilanz kehrten die Aachener Wasserspringer/innen von den Offenen Deutschen Sommermeisterschaften aus Rostock zurück. "Mit zwei DM-Titeln, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen konnten unsere Athleten an die Erfolge bei den Wintermeisterschaften anknüpfen und bestätigen, dass sie den Anschluss an die nationale Spitze gefunden haben. Vor allem die positive Entwicklung bei einigen Springern stimmt mich für die Zukunft sehr optimistisch", blickt Bundesstützpunktleiter Hans Alt-Küpers schon auf den nächsten Olympiazyklus nach Athen.

Gleich zum Auftakt der DM konnte Pawel Rozenberg seinen Titel vom 1m-Brett erfolgreich verteidigen. Zufrieden sein durfte Patrick Pollok, der mit einer deutlichen Steigerung im Finale vor Norman Becker Platz 5 belegte, die DSV-Kadernorm überbot und damit die Grundlage zur Aufnahme in die Nationalmannschaft 2005 legte.

Pawel Rozenberg
Pawel Rozenberg verteidigte seinen DM-Titel vom 1m-Brett erfolgreich.
 
   
Großes Pech dann für Rozenberg im 3m-Finale. Beim Auftaktsprung verschluckte (!) er sich beim Sprungansatz, musste ein zweites Mal ansetzen und bekam hierfür insgesamt 18 Punkte abgezogen. Statt Bronze blieb ihm "nur" Platz 5. Hinter ihm belegte sein Vereinskamerad Stefan Ulrich, für den nach einer Krankheitspause noch nicht alles nach Wunsch lief, Platz 6, wobei er mit einem sehr schönen 3 ½-Vorwärtssalto zum Schluss exakt die DSV-Kadernorm packte. Mit seinem Duisburger Partner Rodriguez Rubio holte er sich dann noch Bronze im 3m-Synchronspringen. Als Siebter vom 3m-Brett beeindruckte Sascha Klein, als er im Vorkampf und Finale zweimal den schweren 3 ½-Auerbachsalto blitzsauber ins Wasser brachte.
 

Ein Riesenerfolgserlebnis feierte Norman Becker vom Turm. Erst kurz vor der DM hatte er sich im Training an den 3 ½-Auerbachsalto gewagt und präsentierte ihn im Finale für fast 70 Punkte. Damit durchbrach er auf nationaler Ebene erstmals die 600-Punkte-Schallmauer und holte sich hinter den Dresdnern Tony Adam und Heiko Meyer vor Sascha Klein Bronze vom Turm und damit auch Gold in der Kombination.

Gemeinsam wäre den beiden Jugendweltmeistern vom SV Neptun in ihrem ersten Turm-Synchronwettkampf fast die Sensation gelungen, die in die Weltklasse aufgestiegenen Meyer / Adam zu schlagen. Am Ende fehlten nur fünf Punkte zum DM-Titel!

Norman Becker vom Turm
Norman Becker: Bronze vom Turm und Deutscher Meister in der Kombination.
 

Für die Aachener Mädchen lief es nicht optimal. Meist blieben sie unter ihren Möglichkeiten. So mussten Uschi Freitag vom Einer und die Kombi-Vizemeisterin Silvia Gilleßen vom Turm mit den undankbaren vierten Plätzen zufrieden sein. Auf sich aufmerksam machte erneut Kristina Schindler. Mit den Plätzen 5 vom Turm und 7 vom Dreier sicherte sich das 13-jährige Neptun-Talent Bronze in der Kombination.