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Offene
NRW-Meisterschaften 2004 im Wasserspringen:
Erstmals gewannen Neptun-Springer alle Medaillen - Nachwuchs drängt nach vorn - Terminnöte als Folge des frühen Weltcups und der deswegen verschobenen Hallen-DM ließen die Offenen NRW-Meisterschaften 2004 zu einem Festival der jungen Springer/innen werden. Mit Patrick Pollok, Patrick Rodriguez Rubio (beide beim FINA Grand Prix in Madrid), Norman Becker, Sascha Klein (nach drei Wettkampfwochenenden in der aktiven Erholung) und dem am Sprunggelenk verletzten Stefan Ulrich fehlten gleich alle fünf Springer des NRW-Olympiateams 2004. Dennoch konnte man mit den gezeigten Leistungen durchaus zufrieden sein. So lieferten sich die B-Jugendlichen Kristina Schindler und Uschi Freitag in Abwesenheit der Meyer-Sisters Ariane (in Abiturvorbereitung) und Simone (wegen Studium und Krankheit noch nicht wieder richtig im Training) enge Gefechte von den Brettern. Vom 3m ärgerte sich Kristina, als sie mit einer verunglückten Rückwärtsschraube ihren knappen Vorsprung im Schlussdurchgang verspielte. Vom Einer nahm sie dann mit einer fehlerlosen Kür Revanche. Von 3m hatten beide die DSV-Norm der A-Jugend überboten, hier packte Kristina sogar die Erwachsenennorm! Von den Brettern jeweils Dritte vor der Münsteranerin Dorit Huda, holte sich Silvia Gilleßen knapp vor Kristina Gold vom Turm. Bis zur DM hat sie jedoch noch kräftig am Aufbau ihrer 10m-Serie zu arbeiten. Beachtlich, wie sich Neele Beaujean als D-Jugendliche (!) an die in der Offenen Klasse geforderten neun Turmsprünge wagte! Herausragender Springer war Pawel Rozenberg, Sohn des neuen Trainer am LLStP/BStP Aachen. Bei seinen überzeugenden Siegen vom 1m- und 3m-Brett blieb der Rückwärts- und Auerbachspezialist weit über den DSV-Kadernormen. Gelang es Pascal Skibba mit einer guten Serie Philipp Becker vom Einer noch auf Distanz zu halten, so musste er dem NRW-Springer des Jahres 2003 vom 3m und Turm deutlich den Vortritt lassen. Vom Dreier schoben sich neben Phillip Riemann und Johann Schartner mit Johannes Donay und Christian Lulinski sogar noch zwei gerade erst B-Jugendliche zwischen die beiden! Von allen drei Höhen hatte Philipp Becker keine Mühe mit den DSV-Kadernormen der A-Jugend, von 3m kam er der Erwachsenennorm sogar recht nahe. Johannes Donay tankte nach überstandener Fußverletzung bei seinem dritten Platz vom Turm Selbstvertrauen auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Mutig wie Neele wagte sich auch der zehnjährige Timo Walldorf an die bei den Männern verlangten elf (3m) bzw. zehn (Turm) Sprünge heran. "Und mancher gelang schon in richtig guter Qualität", freute sich DSV-Sportdirektorin Ulla Klinger. Dass bei diesen Meisterschaften erstmals alle Medaillen in der Westhalle blieben, sieht Aachens Bundesstützpunktleiter Hans Alt-Küpers auch mit einem weinenden Auge: "Als NRW-Springwart bin ich natürlich an guten Springerinnen und Springern auch außerhalb Aachens interessiert. Die Anforderungen an die Sportler, die Trainer und an die Trainingsbedingungen sind aber enorm gestiegenen und werden bei der internationalen Leistungsentwicklung weiter zunehmen." Umkehren ließe sich dieser in fast allen Sportarten zu beobachtende Trend nicht. Man müsse - wenn auch mit Bedauern - sehen, dass es zukünftig immer schwerer, wenn nicht gar unmöglich wird, bei weniger optimalen Voraussetzungen meisterliche Leistungen zu erzielen. Seine Überzeugung: "Wenn man international mithalten wolle, ist die Konzentration auf wenige Hochleistungszentren unvermeindlich!" Ergebnisse der Offenen NRW-Hallenmeisterschaften 2004: Frauen: Männer: |
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