Offene Deutsche Hallenmeisterschaften in Halle:

Neptun-Springer erobern 8 DM-Medaillen

  Mit toller Punktzahl verteidigte Pawel Rozenberg (Mitte) erfolgreich seinen DM-Titel vom 1m-Brett vor dem Rostocker Frank Sander und seinem Vereinskameraden Patrick Pollok (r.).
 
Hinter Andreas Wels (mitte) gewannen die Aachener Sascha Klein (links) und Pawel Rozenberg (rechts) Silber und Bronze vom 3m-Brett.
 
Hinter den Olympiazweiten Andreas Wels / Tobias Schellenberg und den Rostockern Sander / Löffler holten sich Sascha Klein und Norman Becker vom SV Neptun Aachen (v. r.) mit guter Punktzahl Bronze.
Mit 23 DM-Titeln, elfmal Silber und zweimal Bronze hatten die C-, B- und A-Jugendlichen des SV Neptun Aachen bei ihren Hallenmeisterschaften erfolgreich wie nie vorgelegt. Nun zogen ihre erwachsenen Vorbilder bei der Offenen DM nach. „Je zwei Gold- und Silber- sowie vier Bronzemedaillen können sich wahrlich sehen lassen, zumal auch die dahinter stehenden Leistungen Anlass zu großen Hoffnungen für die Zukunft sind“, freute sich Ulla Klinger über die jüngsten Erfolge der Neptun-Springer/innen. Insgesamt war der Aachener Bundesstützpunkt damit wieder der erfolgreichste dieser Hallensaison, zumal die DM-Medaillen ergänzt wurden durch den Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften und den Sieg des Aachener Männerteams beim Hallorenpokal.

Anders als im Jugendbereich gingen die Neptun-Erfolge bei den Erwachsenen allerdings fast ausschließlich auf das Konto der Männer. Zwar gelang Silvia Gilleßen der Sieg in der Kombinationswertung, in den Einzeldisziplinen konnte die junge Athletin allerdings nur mit ihrem fünften Platz vom Turm zufrieden sein.

Ein Ausrufezeichen setzte gleich zu Beginn der Meisterschaften Sascha Klein. Trotz Trainingsrückstand belegte er vom 3m-Brett bereits im Vorkampf und Halbfinale Platz drei. Im Finale steigerte er sich noch einmal und holte sich mit der schwersten Serie aller Teilnehmer und dem besten 3 ½-Auerbachsalto des Wettkampfs mit stolzen 615 Punkten hinter Altmeister Andreas Wels (SV Halle), aber noch vor seinem Vereinskameraden Pawel Rozenberg Silber. „Damit hat Sascha seine Berufung in das Top-Team Peking 2008 des DSV voll gerechtfertigt“, lobte ihn sein Trainer Boris Rozenberg.

Der leicht grippegeschwächte Sohn des Aachener Trainers wollte es dann als Titelverteidiger vom 1m-Brett wissen. Und er ließ nichts anbrennen. Mit einer super Serie und hervorragenden 411,90 Punkten distanzierte er im Finale die Konkurrenz deutlich um mehr als 50 Zähler. Sehr erfreulich auch der dritte Platz durch Patrick Pollok, dem zweiten Aachener im Finale der sechs Besten vom Einer, nur knapp hinter dem EM-Fünften Frank Sander aus Rostock. „Diese Medaille  und das eindeutige Überbieten der DSV-Kadernorm sollten Patrick das nötige Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit geben“, muntert Ulla Klinger ihren früheren Schützling auf, sich im Sommer auch vom 3m-Brett mutig zu präsentieren.

Nicht unbedingt zu erwarten war auch Norman Beckers Leistung vom Turm. Wie Sascha Klein steht er nach einem Offizierslehrgang noch ziemlich am Anfang des Saisonaufbaus. Dennoch sprang er bereits den für die WM-Qualifikation im Sommer geforderten Schwierigkeitsgrad, lag nach Vorkampf und Halbfinale gar auf Platz zwei und durfte sich am Ende hinter den Olympiateilnehmern Heiko Meyer und Tony Adam über Bronze freuen.

Becker / Klein zur Champions-EM nach Stockholm

Im Turm-Synchronspringen lieferten Sascha Klein und Normen Becker ihren im letzten Jahr in die Weltklasse aufgestiegenen Dresdner Konkurrenten Meyer / Adam wieder einen spannenden Kampf. Nach einem im Finale nicht ganz geglückten 3 ½-Delfinsalto fehlten am Ende nur knapp fünfzehn Punkte zum DM-Titel. Da sie im Gegensatz zu den Dresdnern jedoch den geforderten Schwierigkeitsgrad erfüllten, dürfen die Aachener nun im April in Stockholm die deutschen Farben beim European Champions Cup vertreten. Ihre jeweils dritte DM-Medaille holten sich die beiden Jugendweltmeister vom SV Neptun im 3m-Synchronspringen. Gegen die Olympiazweiten Wels / Schellenberg und das Rostocker Duo Löffler / Sander hatten sie zwar (noch) keine Chance, konnten ihre Trainingskameraden Stefan Ulrich und Patrick Rodriguez Rubio aber deutlich auf den undankbaren vierten Platz verweisen.

Hans Alt-Küpers

Ergebnisse der Offenen Hallen 2005

Weiblich:

1m: 1. Heike Fischer (Leipzig) 270,63;  3m: 1. Nora Subschinski (Berlin) 535,14;  Turm: 1. Christin Steuer (Riesa) 491,76,  5. Silvia Gilleßen (Aachen) 383,88Kombination: 1. Silvia Gilleßen PZ 25,  2. Jeanette Faust (Halle) PZ 26;  3m-Synchron: 1. Ditte Kotzian / Fischer (Berlin / Leipzig) 289,74;  Turm-Synchron: 1. Annett Gamm / Subschinski (Dresden / Berlin) 304,92.

Männlich:

1m: 1. Pawel Rozenberg (Aachen) 411,90,  2. Frank Sander (Rostock) 360,75,  3. Patrick Pollok (Aachen) 351,03;  3m: 1. Andreas Wels (Halle) 668,73,  2. Sascha Klein (Aachen) 615,183. Rozenberg 605,1010. Stefan Ulrich (Aachen) 545,79Turm: 1. Heiko Meyer (Riesa) 672,15,  2. Tony Adam (Dresden) 596,91,  3. Norman Becker (Aachen) 557,67;  Kombination: 1. Patrick Rodriguez Rubio (Duisburg) PZ 20;  3m-Synchron: 1. Wels / Tobias Schellenberg (Halle / Leipzig) 337,56,  2. Frank Sander / Christian Löffler (Rostock) 318,87,  3. Klein / Becker (Aachen) 291,09,  4. Ulrich Rodriguez Rubio (Aachen / Duisburg) 275,676. Pollok / Johann Schartner (Aachen) 255,42;  Turm-Synchron: 1. Meyer / Adam (Riesa / Dresden) 329,10,  2. Klein / Becker (Aachen) 314,97.