Aus Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung vom 18.4.2005

„Wahnsinn, was Sascha Klein

da geboten hat“

Printenspringen des SV Neptun Aachen ein voller Erfolg.

Im nächsten Jahr noch stärkere Besetzung.

Aachener Wasserspringer überzeugen in Westhalle.

Vom Redakteur der AZ/AN Max Eckstein

Aachen. Alle Jahre wieder! Geschlaucht, aber zufriedenen präsentierten sich gestern die Verantwortlichen des SV Neptun Aachen und ihre zahlreichen freiwilligen Helfer. Auch die 18. Auflage des Lambertz-Printenspringens war ein voller Erfolg. Im nächsten Jahr wird es, so war aus den Reihen der 20 ausländischen Nationen – und auch von diesmal nicht beteiligten – zu hören, eine noch stärkere Besetzung geben.

Die vierfache Siegerin Kaixuan (links) und Tingmao Shi (rechts), je einmal Gold und Bronze und zweimal Silber, mit ihrer Trainerin Fen Yu (Mitte).
Foto: Ariane Meyer

 

Auch sportlich konnte sich der Gastgeber in der heimischen Westhalle sehen lassen. Den Vogel schoss in der Turm-Konkurrenz der Junioren Lokalmatador Sascha Klein ab. Mit grandiosen 618,35 Punkten holte er sich Gold und lag gerade mal um 2,9 Zähler hinter A-Jugend-Sieger Konstantyn Milyayev (Ukraine), dem eine Weltklasse-Leistung attestiert wurde. „Einfach Wahnsinn, was Sascha Klein da geboten hat“, strahlte Hans Alt-Küpers, Abteilungsleiter des ausrichtenden Klubs.

Positive Ansätze

Auch über die anderen Neptun-Akteure gab es Positives zu berichten. Der B-Jugendliche Christian Lulinski hat die Nachwirkungen seiner langwierigen Verletzung noch nicht auskuriert, so dass 333,35 Punkte – acht mehr als im Vorkampf – sehr beachtlich waren und ihn auf Rang 9 (Vorkampf 6) brachten. Vom „Dreier“ verpasste er als 13. hauchdünn das Finale.

In der gleichen Altersklasse sprang Johannes Donay im Vorkampf vom Turm auf Rang 2 mit 337,50 Punkten. Das hatte ihm nach seinen Problemen mit rückwärts drehenden Sprüngen niemand zugetraut. Dass es im Finale letztlich „nur“ zu Platz 5 reichte, war kein Beinbruch. Immerhin war er drittbester Europäer, was für die Jugend-EM im Juli in der Nähe von Moskau hoffen lässt.

Die A-Jugendlichen des SV Neptun zeigten von den Brettern verschiedene Gesichter. Vom „Einer“ war Pascal Skibba nach dem Vorkampf Dritter (443,55 Punkte). „Er sprang an seinem Geburtstag super, bekam aber einen kleinen Nackenschlag, als er seinen Führerschein nicht abholen durfte und auf Montag vertröstet wurde“, berichtete Alt-Küpers.
Einen sehr positiven hinterließ Johann Schartner, der mit 425,95 Punkten Fünfter wurde. „Am Nachmittag zeigten beide einmal mehr ihr Final-Trauma und fielen zurück.“ Skibba landete auf Rang 7, Schartner, der gleich vier der fünf Sprünge verpatzte, auf Platz 10. Besser machte es Skibba zusammen mit Philipp Becker im 3-m-Synchronspringen als viertplatziertes Paar. Den zweiten Podestplatz für den SV Neptun sicherten Johannes Donay und Christian Lulinski, die als B-Jugendliche gegen die teilweise drei Jahre ältere Konkurrenz sehr positiv überraschten.

Im Finale auf Rang 8 zurückgefallen: Johann Schartner (links) lag nach dem 3-m-Vorkampf hinter dem späteren Sieger Illya Kvasha auf Platz 2
Foto: Ariane Meyer

 

Das gelang auch der noch C-Jugendlichen My Phan in der höheren Alterklasse. Vorkampf-Platz 6 (305,60) vom Ein-Meter-Brett war älteren Klasse, auch wenn die fehlende Stabilität mit dem Abfall auf Platz 11 deutlich wurde. Kristina Schindler (Vorkampf-Zehnte mit 285,35) verbesserte sich auf Rang 8. Vom „Dreier“ bewies Schindler, dass sie auf einem guten Weg ist. Im Vorkampf Platz 3 (329,10), im Finale war sie letztlich Fünfte. Vom Turm fiel Phan als Vorkampf-Sechste (279,15) auf Rang 7, Schindler rutsche von Rang 10 (274,60) einen Platz nach unten.
In der A-Jugend kam Uschi Freitag vom „Einer“ als Zwölfte (327,80) ins Finale, wo letztlich Platz 11 zu Buche stand.

Die junge Aachenerin My Phan behauptete sich als C-Jugendliche im Feld der B-Jugend und überraschte nach hervorragender Leistung mit Platz 7 vom Turm
Foto: Hans Alt-Kuepers