1. Internationaler Talente Cup 2005 in Aachen:

Fünfmal Gold für

Neptun-Nachwuchs

 
     
„Dieser Wettkampf wird sich im Kalender der Wasserspringer genau so etablieren, wie das Lambertz-Printenspringen“, ist Ursula Klinger nach der erfolgreichen Premiere des Internationalen Talente Cup ganz sicher. „Es hat richtig Spaß gemacht, die Begeisterung der Neun- bis Dreizehnjährigen zu erleben. Alle Teilnehmer aus sieben Nationen waren rundherum zufrieden und freuen sich bereits darauf, im nächsten Jahr wieder in Aachen dabei sein zu dürfen.“

Erfolgreich war das neue Meeting für die Olympiaaspiranten von übermorgen für den SV Neptun Aachen jedoch nicht nur aus organisatorischer Sicht. Auch sportlich war der Ausrichter überaus zufrieden. „Wir sind mit unserem starken Nachwuchs angetreten, wobei unsere mehrfachen Deutschen Jugendmeister/innen My Phan, Neele Beaujean und Martin Kiedrowski im Nationalteam starteten. Und alle drei Siege und noch eine Silber- und Bronzemedaille der DSV-Mannschaft gingen auf das Konto unserer Neptun-Athleten, die in allen ihren Wettkämpfen die DSV-Kadernormen zum Teil erheblich überboten“, bilanzierte Trainer Alex Neufeld stolz. Insgesamt gewannen die für das Nationalteam und die Neptun-Mannschaft startenden Aachener fünf Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen.

Den Auftakt machten My Phan und Neele Beaujean, die an ihre guten Leistungen bei der Jugend-DM anknüpften und vor der späteren 1m-Brett-Siegerin Rachel Kemp aus Kanada einen Doppelsieg vom 3m-Brett landeten. Beeindruckend dabei Mys 2 ½-Rückwärtssalto, mit dem sie Neele im vorletzten Durchgang auf Platz zwei verdrängte. Vom 5m-Turm gelang ihr dieser schwere Sprung noch besser. Mit stolzen 60 Punkten konnte sie ihren Patzer beim 2 ½-Vorwärtssalto ausgleichen und die Grundlage zu Bronze legen. Gemeinsam traten die beiden Neptun-Talente dann zum 3m-Synchronspringen an und siegten mit für ihre Altersklasse hervorragenden 226 Punkten.

Seinen Vereinskameradinnen kaum nach stand Martin Kiedrowski. Vom Einer und Turm lief es zwar nicht so gut, aber vom Dreier landete der zehnfache Deutsche Jugendmeister mit einer fehlerlosen Serie einen überlegenen Sieg vor dem Dresdner Martin Wolfram und dem 1m-Brett-Sieger Shane Miszkiel aus Kanada.

Eine tolle Vorstellung bot Benedikt Donay. Bei Deutschen Jugendmeisterschaften oft knapp an den Medaillen vorbei gesprungen, bestätigte das Neptun-Talent sein Potenzial zunächst mit einer hervorragenden Serie vom Einer, die mit Silber belohnt wurde. Gemeinsam mit dem jungen Timo Walldorf holte er sich hinter den niederländischen Überraschungssiegern auch im 3m-Synchronspringen Platz zwei. Sein Meisterstück lieferte Benny aber vom Turm im letzten Wettkampf. Ab dem dritten Durchgang vorne liegend kassierte er für seine spritzerlos getauchte Rückwärtsschraube am Schluss 57,5 Punkte und gewann mit über 20 Zählern Vorsprung Aachens fünftes Gold.

Beeindruckend hier auch die Leistung von Timo Walldorf. Mit 57,4 Punkten für seinen blitzsauberen 2 ½-Rückwärtssalto sprang er am Ende noch von Platz zehn auf vier vor! Nur zwei Punkte hinter ihm hatte auch sein Vereinskamerad Christian Wolf als Sechster mit erfüllter DSV-Kadernorm sein Erfolgserlebnis.

Vervollständigt wurden die guten Ergebnisse des Aachener Nachwuchses von den D-Jugendlichen Karolin Kittel und Timo Barthel. Bei ihrem ersten internationalen Kräftemessen holte sich Karolin Bronze vom Turm, während sich der neunjährige Timo als jüngster Teilnehmer dieses Talente Cup gleich zu Beginn den Sieg vom 1m-Brett sicherte und dann auch noch Bronze vom Dreier und Turm gewann.

Hans Alt-Küpers

 

Medaillenspiegel

 

Land / Verein

1.

2.

3.

1

Kanada

4

4

3

2

Deutschland

3

4

4

3

Neptun Aachen

2

2

3

4

Frankreich

2

1

-

4

Kuwait

2

1

-

6

Niederland

1

-

-

7

Berliner TSV

-

2

1

8

Mainzer SV

-

-

2

 
Erfolgreich für das deutsche Nationalteam: Mit sehr guter Punktzahl belegten My Phan (r.) und Neele Beaujean (l.) vom Dreier die Plätze 1 und 2 und gewannen auch das 3m-Synchronspringen.
 
Der zehnfache Deutsche Jugendmeister Martin Kiedrowski (Mitte) siegte vom 3m-Brett überlegen vor dem Dresdner Martin Wolfram (l.) und dem Kanadier Shane Miszkiel.
 
Nach Silber vom 1m-Brett holte sich Benedikt Donay (Mitte) mit toller Serie Gold vom Turm vor Martin Wolfram (l.) und dem Rostocker Sören Jung.
 
Der Kleinste ganz groß: Vom Einer siegte Timo Barthel (l.) vor dem Kuwaiti Rashid Al Harbi (Mitte) und dem Kanadier Patrick Heaney; vom 3m-Brett und Turm gewann er hinter den beiden jeweils Bronze.