Quelle: AZ/AN Sport, Mittwoch, 3. Mai 2006
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| In der A-Jugend siegte der Ukrainer Dmytro Mezhenskyy (Mitte) mit einer tollen Serie vom Turm vor Semen Kokunov (Russland) (Links) und dem für Deutschland startenden Phillipp Becker (Rechts) vom SV Neptun Aachen. |
Aachen."Wir
kommen immer wieder gerne, denn das Lambertz-Printenspringen ist der wichtigste
Jugend-Länderkampf in Europa", ist Klaus Dibiasi voll des Lobes für
Gasgeber SV Neptun. "Ich muss den Aachenern ein Kompliment machen, das
ist super organisiert. "
Der Italiener muss es wissen, war er doch selber dreifacher Olympiasieger im
Turmspringen und zweifacher Weltmeister und heute für den Nachwuchs in
Italien zuständig. Der maß sich in der Aachener Westhalle mit der
Nachwuchs-Elite aus weiteren 18 Nationen.
"In Aachen sehen wir, wo wir stehen", sagte Dibiasi, der sich wie
seine Kollegen einer russischen und ukrainischen Übermacht gegenübersah.
"Beide Länder arbeiten sehr gut. Das wird für uns alle nicht
leicht, da mitzuhalten, auch wenn bei uns etwas nachkommt."
Hoffnungen setzt er vor allem auf Andrea Bill und Maicol Scutarri, letztere
Dritter vom Drei-Meter-Brett. Wie viele seiner Kollegen sichtete er seine Jugendlichen
in Aachen für die EM und WM.
Mit dem jüngsten Team reisten die Engländer an, darunter drei Elfjährige
und zwei 13-Jährige. Der Blick ist bereits Richtung London 2012 gerichtet.
"Wir haben mit Thomas Daily einen Medaillenkandidaten", sagt Juniorentrainer
Kim White. Wohlgemerkt: Das Talent ist zehn Jahre alt."Er soll in Peking
2008 Olympialuft schnuppern und 2012 eine Medaille holen", ist der Zehnjährige
für White der Top-Kandidat unter weiteren Talenten. "2008 wird er
bei der Jugend-WM in Aachen seinen ersten großen Wettkampf bestreiten",
blickt White, der 1985 erstmals nach Aachen kam, voraus. "Wir kommen immer
gerne, dann Aachen ist einfach perfekt, um unsere Kandidaten zu testen."
Kandidaten hat sein deutscher Kollege Heiko Bublitz auch einige, aber "die
Trauben hängen höher als früher. Es wird immer schwerer, mit
der Spitze mitzuhalten." Das Lambertz-Printenspringen sollte dem Junioren-Bundestrainer
einen ersten Aufschluss geben, wer wohl die WM-Tickets, die auf den 'Deutschen'
vergeben werden, holen kann. Erste Erkenntnis: Nur die beiden Aachener My Phan
und Phillipp Beckers übersprangen die Norm und aufs Podest. Bublitz: "Beide
haben gute Chancen."
Und so fiel auch das Fazit von Hans Alt-Küpers positiv aus. "Es ist
viel Arbeit, aber wie man sieht, lohnt sie sich", freute sich der Organisationschef
des SV Neptun Aachen über die vielen Komplimente. "Ich denke, es war
eine gute Entscheidung, den EM- und WM-Modus mit Finals zu übernehmen,
denn das macht die Wettkämpfe noch wichtiger und spannender."
(Anmerkung zur Internetversion: Leider ist der Name der Veranstaltung von der AN/AZ-Redaktion falsch wiedergegeben worden. Die korrekte Bezeichnung dieser Veranstaltung ist: "19. Internationales Lambertz-Printenspringen" und wurde hier entsprechend korrigiert.)