Neptun Springer feiern Erfolge bei der Offenen Hallen-DM 2007 in Berlin:

Zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze

Sascha Klein, Deutscher Hallenmeister 2007 vom Turm und im Turm-Synchronspringen.

Sascha Klein zur WM nach Melbourne, Norman und Philipp Becker zum European Champions Cup nach Stockholm

Eindrucksvoll behauptete Sascha Klein bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am Wochenende in Berlin seine derzeitige Spitzenstellung in Deutschland vom Turm. Zunächst sicherte er sich mit seinem Dresdner Synchronpartner Heiko Meyer überlegen den DM-Titel im Turm-Synchronspringen. Sowohl im Vorkampf als auch im Finale übertrafen die Vizeeuropameister dabei klar die WM-Norm des DSV.

Auch im Einzel war ihm der DM-Titel nicht zu nehmen. Zwar trat Heiko Meyer bereits zum Halbfinale nicht mehr an, aber bereits im Vorkampf ließ Sascha Klein seinen Synchronpartner mit hervorragenden 476,45 Punkten um über 18 Punkte hinter sich. Im Finale steigerte der Aachener sich auf die Weltklasseleistung von 495,65 Punkten und übertraf die WM-Norm um satte 65 Punkte. „Sascha hat sich hier toll präsentiert und seine Ziele zu 105 Prozent erreicht“, strahlte sein Trainer Boris Rozenberg über die beiden WM-Tickets seines Musterschülers.

Norman Becker, Deutscher Hallen-vizemeister 2007 vom Turm und im Turm-Synchronspringen.
Philipp Becker, Deutscher Hallen-vizemeister 2007 im Turm-Synchron-springen und Vierter vom Turm.

„Der heimliche Gewinner dieser DM war aus Neptun-Sicht aber Norman Becker“, freute sich Bundesstützpunktleiter Hans Alt-Küpers über das Abschneiden von Saschas ehemaligem Synchronpartner. Bereits nach wenigen Wochen gemeinsamem Training holte er sich mit seinem gerade in den Erwachsenenbereich aufgestiegenen Bruder Philipp den Vizemeistertitel im Turm-Synchronspringen. Da sie auch im Vorkampf die Hallenser Brendler / Fandler hinter sich lassen konnten, holten sich die Aachener zur Freude ihres Vaters und Synchron-Trainers Andreas Becker das Ticket nach Stockholm, wo in zwei Wochen der European Champions Cup ausgetragen wird.

Aber Norman beließ es nicht dabei. Im der Einzelkonkurrenz vom Turm belegte er im Vorkampf zunächst souverän Platz drei. Im Halbfinale steigerte er sich dann auf phantastische 473,10 Punkte und ließ sogar Sascha Klein fünf Punkte hinter sich. Im Finale ließ er dann nichts mehr anbrennen. Mit der Wettkampfhöchstwertung von 92,40 Punkten für seinen 3½-Rückwärtssalto, für den er sogar eine 10,0 kassierte, hielt er den Berliner Christian Picker klar auf Distanz und sicherte sich das zweite Champions Cup-Ticket. Seinem Bruder Philipp wäre fast der totale Turm-Triumph der Aachener geglückt, als Vierter scheiterte er jedoch um sechs Punkte an Bronze.

Pawel Rozenberg, Deutscher Hallen-vizemeister 2007 vom 3m-Brett.
Uschi Freitag, Dritte der Deutschen Hallenmeisterschaften 2007 im 3m-Synchronspringen.

Auch Pawel Rozenberg erfüllte die in ihn gesetzten hohen Erwartungen. Zwar startete er im Vorkampf als Achter nur schlecht in den Wettkampf, doch bereits im Halbfinale schob er sich als Dritter vor den Hallenser Europameister Andreas Wels. Im Finale brachte er dann seine beiden schweren Schraubensprünge optimal ins Wasser und holte sich mit sehr guten 434,70 Punkten hinter dem jungen Berliner Überraschungssieger Patrick Hausding die Vizemeisterschaft.

„Ins Wasser fallen musste leider Saschas und Pawels DM-Premiere im 3m-Synchron-springen, auf die ich sehr gespannt war“, bedauerte Hans Alt-Küpers. Da es auch hier für Andreas Wels und Tobias Schellenberg nicht sehr gut lief, hätte das neue Aachener Synchronpaar gegen die Olympiazweiten sogar die Chance auf den DM-Titel gehabt. „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, so der Vorsitzende der Neptun-Springer.

Auch Uschi Freitag, einzige weibliche Teilnehmerin des SV Neptun Aachen, rechtfertigte ihre Starts bei dieser DM. Vom 1m-Brett erreichte sie als Vorkampf-Vierte und Dritte ihres Halbfinals sicher das Finale. Dort steigerte sich zwar noch leicht, kam aber sieben Punkte hinter der Vierten nicht über Platz sechs hinaus. Vom Dreier belegte die noch A-Jugendliche hinter den etablierten Springerinnen mit guten 263,45 Punkten Platz sieben, um sich im abschließenden 3m-Synchronspringen mit ihrer Dresdner Partnerin Julia Feist dann doch noch ihre erhoffte Bronzemedaille zu sichern.

Hans Alt-Küpers

 

 

 

Ergebnisse

Frauen 1m: 1. Ditte Kotzian (Berlin) 294,90, 2. Heike Fischer (Leipzig) 291,60, 3. Katja Dieckow (Halle) 254,50, 4. Carolin Bürger (Halle) 234,50, 5. Julia Feist (Dresden) 231,45, 6. Uschi Freitag (Aachen) 227,35; 3m: 1. Ditte Kotzian 334,70, 2.Nora Subschinski (Berlin) 298,35, 3. Katja Dieckow 291,00, 4. Carolin Bürger 285,00, 5. Heike Fischer 283,35, 6. Annett Gamm (Dresden) 271,35, 7. Uschi Freitag (Aachen) 263,45, 8. Ulrike Bietzke (Leipzig) 246,80; Turm: 1. Christin Steuer (Riesa) 367,80, 2. Stefanie Anthes (Berlin) 345,75, 3. Annett Gamm 331,25, 4. Nora Subschinski 326,55, 5. Maria Kurjo (Berlin) 269,95, 6. Carolin Bürger 249,15; 3m-Synchron: 1. Ditte Kotzian / Heike Fischer 289,11, 2. Nora Subschinski / Katja Dieckow 283,50, 3. Uschi Freitag / Julia Feist 237,84 (Aachen/Dresden), 4. Ulrike Bietzke / Teresa Weilert (Leipzig) 221,94; Turm-Synchron: 1. Nora Subschinski / Annett Gamm 334,11, 2. Stefanie Anthes / Christin Steuer 299,43.

Männer 1m: Tobias Schellenberg (Berlin) 420,40, 2. Patrick Hausding (Berlin) 417,55, 3. Patrick Rodriguez Rubio (Duisburg) 390,25, 4. Christian Löffler (Rostock) 383,40, 5. Michel Annas (Berlin) 341,40, 6. Christian Picker (Berlin) 335,45; 3m: 1. Patrick Hausding 466,50, 2. Pawel Rozenberg (Aachen) 434,70, 3. Tobias Schellenberg 430,30, 4. Christian Löffler 401,90, 5. Andreas Wels (Halle) 401,55, 6. Patrick Rodriguez Rubio 400,95, 6. Michel Annas 395,35, 8. Michael Alt (Höchst) 377,70; Turm: 1. Sascha Klein (Aachen) 495,65, 2. Norman Becker (Aachen) 440,20, 3. Christian Picker 426,45, 4. Philipp Becker (Aachen) 420,00, 5. Pawel Brendler (Halle) 379,65, 6. Florian Fandler (Halle) 378,60, 7. Patrick Hausding 355,95, 8. Tobias Köthe (Leipzig) 354,40; 3m-Synchron: 1. Tobias Schellenberg / Andreas Wels 390,24, 2. Patrick Rodriguez Rubio / Michel Annas 349,71, 3. Manuel Cistof / Martin Wolfram (Dresden) 298,89; Turm-Synchron: 1. Sascha Klein / Heiko Meyer 428,22, 2. Norman Becker / Philipp Becker 356,67, 3. Pawel Brendler / Florian Fandler 338,04.